Service

Sehenswürdigkeiten


Die Dorfkirche ist eine besondere Sehenswürdigkeit unseres Ortes. Sie zählt zu den ursprünglichsten und sehr gut erhaltenen Kirchenbauten in der südlichen Uckermark. Die Kirche ist ein spätromanischer Feldsteinbau, der wahrscheinlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Der Bau besteht aus einem rechteckigen Schiff, einem eingezogenen quadratischen Chor mit einer halbkreisförmigen Apsis an der Ostseite. Die kleinen rundbogigen Fenster entsprechen zum Teil dem ursprünglichen Zustand. Die Verbretterung des quadratischen Turmes erfolgte im Jahre 1681, die Westwand ist in Feldstein gemauert. Wie im Innern des Turmaufsatzes erkennbar, hatte die Kirche früher einen Fachwerkturm. Im Turm befinden sich zwei Glocken. Eine davon zählt zu den ältesten in der Uckermark ( 13./14. Jh.). Die zweite trägt die Jahreszahl 1661.
Das Innere ziert ein vierflügeliger Schnitzaltar aus dem 15. Jh. Im Mittelschrein sind Maria mit dem Kinde zwischen Barbara und Katharina und in den Flügeln die 12 Apostel aufgestellt. Neben anderen biblischen Darstellungen in Temperamalerei findet man in den Standflügeln Bischof Nikolaus. Der barocke Aufsatz dieses Flügelaltars und die geschnitzten Wangen wurden erst Ende des 17. Jh. beigefügt.
Eine weitere historische Kostbarkeit ist die Kanzel und Gestühl aus dem 17. Jh.
Weitere nicht genannte Gegenstände sind es auch wert betrachtet zu werden.


 


Auf dem Kirchhof befindet sich das gußeiserne Grabmahl von Chr. F. Raasch, gest. 1822. Zwei schlichte gußeiserne Kreuze erinnern an den Professor für Germanistik
- Friedrich Heinrich von der Hagen - (geboren am 19. Februar 1780 in Schmiedeberg) und seine Ehefrau. Er hat als Professor der Literatur und Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin gelehrt. Bekannt wurde er durch seine Übersetzung des Nibelungenliedes in das Neuhochdeutsche, durch Sammlungen deutscher Volkslieder und Gedichte des Mittelalters. In nationalen und internationalen Fachkreisen wird der gebürtige Schmiedeberger wegen seiner Verdienste in der Literaturwissenschaft verehrt. Nach seinem Tode, im Jahre 1856, wurde er in seinem Heimatort Schmiedeberg beigesetzt. 


Ein Blockhaus am Parkweg zeigt in der Außenanlage nachgestellte bzw. umgesetzte Steingrabmale sowie Teile eines germanischen Trinkplatzes. Das im Holzblockstil erbaute Haus wurde von dem Schmiedeberger Baron Otto von der Hagen als privates Museum genutzt. Sein Hobby war die Altertumsforschung. Er trug Funde aus der Vor- und Frühgeschichte zusammen. Sein besonderes Interesse galt der Geologie und den Funden, die Auskünfte über die Siedlungsgeschichte gaben. Dieses Museum wurde 1933 eingerichtet und bestand bis zum Jahre 1945. Einige Ausstellungsstücke dieser Sammlung, die die Kriegswirren überstanden haben, sind noch heute im Prenzlauer Museum anzuschauen. 
Heute dient das Blockhaus als Wohn- und Arbeitsstätte und befindet sich in privater Hand!


Giebellaubenhaus - ein eingeschossiger Fachwerkbau aus dem 18. Jh. mit einer Vorlaube, die von fünf Stützen getragen wird. Der Giebel ist verbrettert. Durch die Restauration ist dieses Haus zu einer besonderen Sehenswürdigkeit des Dorfes geworden.





Im Park am Kaulsee, rechts von der Badestelle, gelangt man über einen schmalen Weg zu einem Großsteingrab aus der Zeit 2000 bis 4000 vor der Zeitrechnung. Es ist die Gruft germanischer Stammesfürsten.
Unter dieser Grabstätte, so berichtet eine von den Schmiedebergern erzählte Sage, sollen unzählbare Schätze liegen, die von einem Kobold bewacht werden. Besonders in mondhellen Nächten wollen ihn einige alte Dorfbewohner schon gesehen haben.

Ein schöner Rad- und Wanderweg, auch mit dem Auto befahrbar, führt durch den Wald und über das Feld nach Wilmersdorf (Schmiedeberger Weg). Dabei sieht man rechts auf dem Acker ein Bronzezeitliches Hügelgrab (1200 - 800 vor der Zeitrechnung).


Großer und Kleiner Kaulsee, versteckt zwischen Schilfgürteln und hohen Bäumen, bieten beste Möglichkeiten zum Angeln und Rudern. Eine Badestelle mit Liegewiese lädt bei schönem Sommerwetter zum Relaxen ein.